Corona-Update: Hamburg erlaubt Prostitution! | September 2020

TLDR/ Kurzzusammenfassung:

  • Termine in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen sind wieder möglich.
  • Meine Kapazitäten sind begrenzt – make it count!
  • Ich habe ein persönliches Hygienekonzept + Schutzausrüstung.
  • Manches ist ein bisschen ungewohnt; eine tolle Zeit können wir trotzdem haben.

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Mir fiel ein riesiger Stein vom Herzen und ich hatte so viele Gefühle gleichzeitig, dass ich einen Moment lang einfach mit offenem Mund da saß, als ich es hörte: Hamburg lässt uns endlich wieder arbeiten! Sexarbeit ist wieder erlaubt! Und das schon seit 2 Wochen, aber ich komme derzeit einfach kaum zum Schreiben. 😉

Es fällt mir schwer, mich dafür bei meiner Heimatstadt zu bedanken, denn so recht freiwillig kam das Ganze nicht. Dass die norddeutschen Bundesländer nun unser Arbeitsverbot aufheben, haben wir dem unermüdlichen Einsatz einzelner Kolleginnen und Kollegen zu verdanken. Sie haben sich die Stimmbänder wundtelefoniert, demonstriert, Massen an Briefen verschickt und Klagen angestrebt – all das unter Einsatz ihrer höchstpersönlichen Ressourcen. Dafür kann ich gar nicht oft genug „DANKE!“ sagen! Wer von euch genauso froh ist wie ich und sich ebenfalls bedanken will, tut dies am besten mit einer Spende an unseren Berufsverband – ab 50 Euro gibt es sogar einen Soli-Porno als Dankeschön!

Alles wie vorher?

Selbstverständlich stecken wir immer noch mitten in einer Pandemie – es gibt also kein „Business as usual“.

Schon lange bevor die Landesregierungen auch nur über Lockerungen nachgedacht haben, hatte ich ein persönliches Hygienekonzept in der Schublade liegen – erarbeitet mit einer OP-Schwester und einer Hygienefachkraft aus dem Krankenhaus. Das ist in vielen Punkten sogar detaillierter als das, was die Stadt Hamburg in der aktuellen Verordnung fordert, um derzeit erotische Dienstleistungen anbieten zu dürfen bzw. gehören viele Forderungen aus der Verordnung für mich ohnehin zum Standardprozedere. So etwa die Vorschriften zu Desinfektion und die zwingend erforderliche Terminvereinbarung im Vorfeld.

Was ist neu bzw. gerade besonders wichtig?

Ich werde hier nicht meine komplette Maßnahmenliste runtertippen, aber zumindest ein paar wichtige Punkte zur Orientierung nennen:

  • Maskenpflicht: Für Dinnerdates darfst du gern deine Alltagsmaske nutzen. Für Sessions bringe ich Einwegmasken mit – von der einfachen OP-Maske bis zu FFP3-Masken bin ich mit allem gerüstet.
  • Lüften: Etwa 10 – 15 min bevor ich an deine Tür klopfe, lüftest du dein Hotelzimmer bitte großzügig durch.
  • Fiebermessen: Ich habe ein kontaktloses Stirnthermometer in der Handtasche. Sollte deine Temperatur über 37,4 °C liegen, werde ich dein Zimmer nicht betreten.
  • Mundspülung: Bitte besorg dir im Vorfeld eine medizinische (!) Mundspülung aus der Apotheke (z.B. Chlorhexamed) und gurgle damit 20 – 30 Sekunden bevor wir uns sehen.
  • Für meine Paare und Duo-Fans ebenfalls wichtig: Derzeit sind nur 1-on-1-Sessions erlaubt – auch, wenn ihr ein Haushalt seid.
  • Für Overnights gilt: getrennte Schlafzimmer, da die Atemhygiene sonst nicht einzuhalten ist.
  • Kontaktdaten: Infektionsketten müssen verfolgbar sein, deshalb brauche ich von dir Kontaktdaten – ebenso wie man sie mittlerweile bei jedem Restaurantbesuch hinterlässt. Die Hamburger Verordnung schreibt das vor und ich stehe voll und ganz hinter dieser Maßnahme.
Safe is the new sexy: Ich habe eine ganze Kommodenschublade voll mit Einwegmaterial und verschiedenen Desinfektionsmitteln, um uns beide zu schützen.

Absagen wegen Symptomen o. Risikokontakten

Wer sich krank fühlt, spielt keine Sessions – das galt eigentlich schon immer, heute aber umso mehr. Wenn du auch nur den leisesten Anflug von Erkältungssymptomen hast, erwarte ich proaktiv eine Terminabsage! Dasselbe gilt, falls du kürzlich Risikokontakte hattest – z.B. zu Arbeitskollegen, die positiv getestet wurden o. deren Infektionsstatus unklar ist, die aber Symptome zeigen.

Ich selbst handhabe das genauso, denn mir liegt unsere Gesundheit am Herzen!

Musst du deinen Termin aus oben genannten Gründen absagen, behält deine Anzahlung für 3 Monate ihre Gültigkeit und wir schauen gemeinsam nach einem neuen Termin. Ich ziehe maximal bereits real angefallene Kosten ab (z.B. für bereits gebuchte Zugtickets).

Terminanfragen: Langzeiten bevorzugt

Meine Terminmöglichkeiten sind ohnehin begrenzt:

  • unter der Woche ab 18:30
  • Samstag und Sonntag ganztägig
  • Overnights nur Freitag o. Samstag

Ich nehme daher nur recht wenige Termine an und bevorzuge grundsätzlich Langzeitsessions sowie Dinner-Dates mit dominantem Dessert und klassische Tagesbegleitungen.

Das war schon vor Corona so und gilt jetzt umso stärker, denn: Selbstverständlich bleibt bei jedem Kontakt mit fremden Menschen ein Restrisiko. Und wenn ich dieses Risiko schon eingehe, möchte ich eine entsprechend intensive gemeinsame Zeit haben.

Safe is the new sexy: Maske und Einweghandschuhe sind aus dem Dessous-Set zu Corona-Zeiten einfach nicht wegzudenken.

Auch, wenn es merkwürdige Zeiten sind und wir uns alle etwas umstellen müssen: Es ist absolut möglich, auch unter Corona-Hygiene-Bedingungen eine fantastische Zeit zu haben! 🙂 Ein echtes Lächeln reicht bis zu den Augen und ich verspreche dir, das dir das diabolische Funkeln in meinem Blick ebenso wenig entgehen wird, wie ich irgendeine deiner sensiblen Reaktionen auf meine Gegenwart außer Acht lassen werde 😉

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