Ablauf einer Hotel-Session

Nachdem ich die Frage in den letzten Wochen häufiger gehört habe und sich das viele offenbar komplizierter vorstellen, als es tatsächlich ist, gibt es hier ein kleines How-To Hotel-Session ;)

Kontaktaufnahme:
Egal ob du anrufst oder eine Email schreibst, am besten hast du dir vorher die Antwort auf folgende Fragen überlegt:
Wann möchtest du mich treffen? (Datum, Uhrzeit)
Wo soll die Session stattfinden? (Stadt, ggf. konkretes Hotel)
Was möchtest du erleben? (Neigungen, Wünsche)
Wie lange darf unsere Begegnung dauern bzw. was ist dein Budget?

Nur wenn ich diese Informationen habe, kann ich entscheiden, ob ich deine Fantasien begleiten möchte und ob mein Kalender das zulässt.
Wenn es zeitlich und inhaltlich passt, vereinbaren wir einen festen Termin.
Sollten wir uns noch nicht persönlich kennen, werde ich dich um eine Anzahlung bitten. Diese Anzahlung ist notwendig, um mir zu versichern, dass ich nicht umsonst Vorbereitungen treffe und kann per Überweisung oder Kreditkarte vorgenommen werden.

Nun gibt es 2 Möglichkeiten.

Variante A: Ich stelle die Location

In der Regel wird das ein Hotel sein, es kann aber auch durchaus ein BDSM-Apartment sein. Für was ich mich entscheide, hängt vom Inhalt und der Länge der Session ab und natürlich auch ein wenig davon, was gerade buchbar ist.
Ich lasse dich zeitnah die Adresse wissen und schicke dir kurz vor unserem Termin die Zimmernummer.
Zur vereinbarten Zeit klopfst du an meiner Tür und ich lasse dich ein. Eventuell unterhalten wir uns noch ein wenig bevor es los geht. Im Grunde alles, wie im Studio auch: Ein persönliches Vorgespräch, Duschen, Spiel, Duschen, Nachgespräch.

[Update: Nur noch in sehr seltenen Ausnahmen kümmere ich mich um die Räumlichkeiten. Für gewöhnlich wird das deine Aufgabe sein.]


Variante B: Du stellst die Location

Der Klassiker für Hotelbuchungen: Du bist ohnehin (geschäftlich) in der Stadt, möchtest den Abend im Hotelzimmer aber nicht mit Pay-TV und überteuerten Erdnüssen verbringen, sondern lieber spannend gestalten. Das Hotel teilst du mir schon bei der Buchungsanfrage mit, die Zimmernummer sobald du eingecheckt hast. Du öffnest mir frisch geduscht die Tür, wir unterhalten uns ggf. noch ein wenig bevor das Spiel beginnt und genießen dann die gemeinsame Zeit. Der Vorteil für dich: Du kannst erschöpft und glücklich liegen bleiben, nachdem ich mit dir fertig bin, statt dich wieder herrichten zu müssen, um im Endorphinrausch irgendwie den Weg nach Hause zu finden *schmunzel*
Denkbar einfach und bequem also.

Wenn du das Hotel nur für unser bizarres Intermezzo buchst, ist das auch gar nicht so kompliziert. Ich greife im Folgenden mal die häufigsten Fragen auf, die mich dazu bisher erreicht haben:
Ich weiß nicht welches Hotel…!?
Kein Problem. Auf meiner HP findest du einige Vorschläge für Hotels und Fetisch-Locations. Gern schicke ich dir auch noch eine längere Liste mit Möglichkeiten.
Muss es unbedingt ein 4- o. 5-Sterne-Hotel sein?
Nein. Ich erwarte, dass es sauber und modern ist und ich eine realistische Chance habe, einen Parkplatz* zu finden, da ich meinen Spielkoffer nicht meilenweit schleppen möchte. Alles andere ist optional. (* Das kann man als Suchkriterium auf Webseiten wie booking.com etc. einstellen. Man muss also nicht Sherlock Holmes sein, um das herauszufinden ;) )
Guckt das Hotelpersonal dann nicht komisch?
Wieso? Wegen was? Du bist ein Mensch, der ein Hotelzimmer bucht. Ende. Dass ich später an deiner Tür klopfe, wissen nur du und ich und was hinter dieser Tür passiert, weiß außer uns beiden erst recht niemand.
Muss ich dann im Hotel übernachten?
Nein, wenn du das nicht möchtest, musst du nicht. Du kannst auch am selben Tag wieder auschecken. Das Personal wird dich evtl. fragen, ob irgendetwas nicht Ordnung war. Du versicherst ihnen, dass alles bestens war, du aber leider kurzfristig zu einem Termin weiter musst. Hamburg ist eine Stadt der Geschäftsreisenden. So etwas passiert dauernd und so lange das Zimmer bezahlt ist, ist dem Hotel doch denkbar egal, ob du wirklich darin geschlafen hast.
Die Mindestbuchungssumme beträgt 200€.
Vorgespräch, Duschen und das Ein- und Auspacken meiner Spielutensilien zählen nicht in deine gebuchte Spielzeit.

Wenn noch Fragen offen sind, ziert euch nicht, sie zu stellen! :)

Ein neues Kapitel – Vom Studio ins Hotel

“Du bist schon anders als die anderen…”

Ein Satz, den ich in meinem Leben oft gehört habe und der in der Tat treffend ist, wenn man mich beschreiben will. Damit meine ich nicht nur den BDSM- und Fetisch-Bereich, aber in den weiteren Ausführungen will ich mich dennoch darauf beschränken.
Nicht viele Menschen haben das Glück, ihr Geld mit etwas verdienen zu dürfen, das sie lieben. Nicht viele Menschen haben das Glück, ihrer Arbeit an einem Ort nachgehen zu können, an dem sie sich gedanklich zu Hause fühlen. Ich hatte dieses große Glück im Studio M.Z. Labyrinth über viele Jahre. Hier konnte ich durch die hervorragende Ausbildung von La Marfa sehr schnell den Kinderschuhen des professionellen SM entwachsen. Ich konnte in mich hineinhorchen und mich fragen: „Was ist eigentlich mein BDSM? Was bewegt mich?“ und meinen höchstpersönlichen Impulsen nachgeben, weil ich das richtige Handwerkszeug dazu parat hatte. Ohne Frage wäre es einfacher gewesen, bekannte, offensichtlich funktionierende Klischees zu kultivieren. Aber „einfach“ war irgendwie noch nie so richtig mein Ding… Ich traf auf Menschen mit den unterschiedlichsten Fantasien und den unterschiedlichsten Charakterzügen. Ich genoss die meisten dieser Begegnungen und zog selbst aus den anderen so manche Lehre, die ich nicht missen möchte. Ich finde Lernprozesse wunderbar und lächle daher selig, wenn ich sage, dass ich und mein Spiel sich über die Jahre verändert haben. Wäre es nicht schlimm, etwas jahrelang zu praktizieren, ohne sich dabei vom Fleck zu bewegen? Das Studio M.Z. Labyrinth gab mir den Raum ich selbst zu sein, mehr und mehr ich selbst zu werden. Denn den Schritt vom Klischee zurückzutreten, das Wagnis einzugehen, anders zu sein, das ist keine kleine Sache und es ist nicht ohne Risiken (emotionaler und finanzieller Natur gleichermaßen). „Anderssein“ aber war an diesem Ort ganz normal; eine Erkenntnis, die mir so deutlich tatsächlich erst mit dem heutigen Abstand kommt. La Marfa und Madame Zarah waren absolute Unikate: Unverbiegbare Relikte aus einer Zeit vor Instagram-Dommes und Shades of Grey, definitiv nicht für die breite Masse geeignet, aber eine absolute Erfüllung für den bewussten Gast, der etwas Größeres sucht als den vermeintlich real gewordenen Fetisch-Porn.
Dass ich, die ich ja schon immer ein bisschen anders war, in dieser Gesellschaft nicht zur Massenware herangereift bin, ist kaum verwunderlich. Nein, ich bin recht speziell geworden in dem, was ich biete. So manches, was mich früher begeistert hat, habe ich hinter mir gelassen, obwohl es sich gut verkaufen ließe. Anderen Themen widme ich mich dafür mit einer Leidenschaft, die ich mir in meinen Anfängen nicht hätte träumen lassen. Die eigene Andersartigkeit zu lieben, ein sehr fein funktionierendes Gehirn zu haben und dann auch noch dominant veranlagt zu sein, das ist eine reizvolle Kombination, aber eben auch eine schwierige, denn es sorgt dafür, dass ich Ansprüche habe: an mich, an meine Gäste und meine Umgebung. Mit meinen Ansprüchen an mich komme ich hervorragend klar und sie führen in zweiter Instanz dazu, dass meine Gäste wunderbare Sessions erleben. Als Gast meine Ansprüche zu erfüllen, ist gar nicht so wahnsinnig schwer, wenn man über eine Grundausstattung an Manieren und Menschenverstand verfügt und zu meinen Neigungen passt. Mit der Umgebung ist das so eine Sache… Ich bin in einem Studio „groß geworden“, das für mich nicht absolut perfekt war, aber schon sehr, sehr gut zu mir und meinem Spiel passte. Inwiefern das ein Henne-Ei-Problem ist, mag man hier durchaus diskutieren, denn natürlich mag man das, womit man aufwächst. So funktionieren sämtliche Kulturen rund um den Globus. Egal ob ich nun Henne oder Ei bin, das M.Z. Labyrinth hat mich auf jeden Fall geprägt.
Wer mich kennt, weiß dass ich sehr detailverliebt bin und eine sehr sensible Wahrnehmung habe. Das hat viele Vorteile, aber eben auch Nachteile: Eine für meine Bedürfnisse nicht-ideale Konstruktion fühlt sich für mich bisweilen an wie das Nägelkratzen auf der Tafel; ein etablierter, aber für mich unintuitiver Ablauf stresst mich über das gesunde Maß hinaus und die Erkenntnis, dass nicht alle meine (z.T. bizarr hohen) Ansprüche teilen, bringt mich regelmäßig aus dem Konzept. Meine Stammgäste wissen aus persönlichen Gesprächen, wie sehr mir noch immer das Herz blutet, wie sehr ich das M.Z. Labyrinth vermisse. Und es mag bestimmt auch nicht zuletzt diese unüberwundene Trauer über den Verlust der professionellen Heimat sein, die es mir unmöglich gemacht hat, woanders wirklich „anzukommen“, statt sich nur zu arrangieren. Das mag man sentimental und unprofessionell finden – eine Einschätzung, die ich absolut nachvollziehen kann – aber wenn man die Leidenschaft zur Profession macht, bleiben solche Stolperstricke nicht aus und ich für meinen Teil habe nach langem Ringen beschlossen, mir diese unprofessionelle Sentimentalität zu erlauben. Ich glaube nicht, dass ich aktuell eine neue geistige Heimat in Hamburg finden kann. Dazu hängt mein Herz noch zu sehr in der Schützenstraße. Meine dominant-fetischistische Tätigkeit aufzugeben, kommt für mich allerdings auch nicht in Frage, denn dafür hängt mein Herz viel zu sehr am Profi-BDSM.

Was ist also die Lösung? Die Lösung ist ein dritter Weg, der gar nicht mal so neu ist: Ich habe schon immer sehr gern in Hotels und semi-privaten Fetisch-Locations gespielt. Das habe ich in den letzten Jahren ohnehin immer mehr getan und immer mehr genossen, weil es sich hervorragend mit meiner Leidenschaft für bestimmte Spielformen ergänzt. Mein eigener Fundus an Spielzeug und Accessoires ist groß genug, um nichts vermissen zu lassen, selbst eine Auswahl an Gästelatex hängt mittlerweile in meinem Schrank. Eine Hotel-Session steht einer Studio-Session in nichts nach, sofern sich der Fetisch nicht explizit auf rote Wände und schwarze Polstermöbel bezieht. Ohne Frage gibt es ein, zwei Spielarten, für die man doch ganz gern ein Spezialmöbelstück zur Hand hat, aber auch dafür hat Norddeutschland ja verschiedene schöne Orte zu bieten, die man tageweise mieten kann. Viel wichtiger als die Ausstattung eines Raumes ist doch das Mindset der darin Agierenden. Meine besten Sessions spiele ich, wenn ich den Kopf frei habe und mich ganz dem Spiel hingeben kann. Ich denke, das geht uns allen so.
Warum aber fühle ich mich aktuell vor allem an „fremden“ Orten so beschwingt? Ein Erklärungsversuch: Ein schickes Hotelzimmer oder eine schöne Fetisch-Location sind sind wie eine Affäre. Man kostet den Moment aus, genießt die gemeinsame Zeit und ist sich danach nichts schuldig. Ich muss mich nicht fragen, wer danach die Dusche putzt oder ob der Bock mal neu gepolstert werden müsste. Ich muss auf niemandes Terminkalender Rücksicht nehmen als auf meinen eigenen. Ich muss mich nicht bemühen, mich ein ein bestehendes System einzufügen, sondern kann grenzenlos ich selbst sein. Mein Kopf ist einfach viel, viel freier. Für jemanden mit Affinität zum Brainfuck ist das ein nicht unerheblicher Pluspunkt *schmunzel*

Nun schrieb ich weiter oben auch, dass privatere Locations gewissen Spielneigungen entgegenkommen. Konkret meint das:

Langzeiten:
Ich liebe Spiele, die sich nicht nur über 1-2 Stunden bewegen, sondern gern über 3, 4, 5 Stunden oder eine ganze Nacht. So lassen sich ganz andere Dynamiken und Intensitäten erzeugen. Solche langen Zeiträume brauchen aber auch Pausen. Die kann ich viel großzügiger gewähren, wenn ich nicht das Gefühl habe, damit gerade jemand anderem den Raum wegzunehmen. Egal ob Tageslangzeit oder Overnight: Ich bleibe bei solch langen, intensiven Begegnungen gern gedanklich bei mir und meinem Spielobjekt. In einem Studio setze ich nur einen Fuß vor die Tür und bin mit anderen Menschen und anderen Bedürfnissen konfrontiert, die konträr zu meinem Spiel laufen. Natürlich kann ich damit umgehen, dafür bin ich Profi, aber schöner finde ich es eben ungestört. Außerdem bin ich viel flexibler, Langzeiterlebnisse budgetflexibel gestalten zu können, wenn der Raum nur uns gehört.
Worshipping: Ein nicht geringer Teil meiner Sessions dreht sich um die Verehrung meiner Person und/oder meines Körpers. Das sind sinnliche, meist eher langsame Sessions, in denen ich mich mit Hingabe in meine Rolle als persönliche Göttin fallen lasse. Und ich muss ganz ehrlich sein: Als Göttin liegt es sich in einem weichen Hotelbett schöner als auf einer harten Bondageliege und das Flair von 4-Sterne-Hotels ist definitiv ein stimmiger Rahmen für so ein Anbetungsszenario.

Badewannen:
Meine Begeisterung für Wannengenüsse kann man ja auf meinem Twitter-Kanal ganz gut verfolgen (#BathtubGoddess). Gelegentlich teile ich diese Begeisterung mit meinen Gästen und zelebriere sehr intensive, burlesque anmutende Tease-and-Denial-Szenarien, bei denen ich mich in der Wanne aale – mal in Latex, mal ohne. Dazu braucht es aber eben eine große Wanne. Eine Studiodusche wird da beim besten Willen kein Ersatz sein können. Auch einige andere „feuchte Spielarten“ sind mir in einladenden Badezimmern am liebsten, wenn ich mich denn dazu hinreißen lasse.

Duos:
Ich finde Spiele mit einer zweiten dominanten Dame wunderbar, wenn die Chemie stimmt. Da ich aber nun mal sehr speziell bin, braucht es da auch einen auf ähnliche Weise speziellen Gegenpart. Madame Zarah war so jemand. Himmel, was hatten wir Spaß zusammen! Aber auch privat habe ich dominante Freundinnen, die die selbe Art von liebevoll-hinterhältigem Spiel lieben wie ich, aber nicht professionell in Erscheinung treten möchten. In ein Studio gehören korrekterweise nur die Damen des Studios. In eine private Location bringe ich ggf. auch gern eine Freundin mit. Meine private Sklavin findet den Gedanken, zur Verfügung gestellt zu werden, ebenfalls reizvoll, braucht dafür aber eine intime Umgebung, wie sie im Studio nur schwer herzustellen ist.

Klassische Herrschaftsszenarios:

Mit „klassischen Herrschaftsszenarios“ meine ich Spiele, in denen das Dienen an erster Stelle steht. Du bringst mir die Schuhe, kochst mir Tee, heizt den Kamin an, lässt mir Badewasser ein,… Alles Dinge, die sich schlecht bewerkstelligen lassen, wenn man das Spielzimmer des Studios allein nicht verlassen darf. Wenn man diese Diensteifrigkeit aber in einem Apartment oder gar einem Herrenhaus ausleben darf, ermöglicht das ein viel erfüllenderes Erleben für alle Beteiligten.

Bestimmt könnte ich noch weitere Beispiele aufführen, aber ich denke, die Tendenz ist klar geworden; zumindest so klar, wie sie für jemanden werden kann, der nicht in meinem Kopf steckt *lächel*
Mir ist wichtig, klarzumachen, dass dieser Schritt keine Entscheidung gegen etwas ist, als vielmehr eine sehr bewusste, lange abgewogene Entscheidung für einen neuen Weg, von dem ich glaube, dass er mich und meine Gäste glücklich machen wird.
Wer dennoch Zweifel hat, ob seine bisher im Studio verwirklichten Fantasien im Hotel oder anderswo umsetzbar sind, darf mich wie immer gern anrufen und wir klären das einfach für den ganz individuellen Fall ab.
Wer Sorge bzgl. finanzieller Veränderungen hat: Es bleibt beinm altbekannten Stundensatz. Wenn du mir gern die Organisation des Hotelzimmers abnehmen möchtest, revanchiere ich mich dafür gern mit 30min extra Spielzeit. Zusätzlich habe ich ein paar neue, spannende Specials kreiert.

Auf meinen Homepages werden sich durch die neue Situation einige Änderungen ergeben. Es lohnt sich also, in Zukunft hin und wieder mal wieder einen Blick schweifen zu lassen. :)

Ansonsten bleibt an dieser Stelle erst mal nicht mehr viel zu sagen außer: Ich freue mich, mit liebgewonnen Stammgästen ein neues Kapitel aufzuschlagen und neue Menschen mit auf die nächste Reise nehmen zu können.

New Wishlist – Bye bye Amazon ;)

As many of you know I had a wishlist on Amazon. I always was a bit ambivalent about that because of many reasons: It’s practical because nearly everybody has an Amazon account. On the other hand Amazon isn’t the kind of company I like to support and on top of that a lot of the things I desire (like vegan sweets, latex, BDSM toys, lingerie, LUSH bathing stuff,…) they simply don’t have.
Around christmas I had a lot of trouble with our regional post office because they refused to hand over my parcel because my ID obviously doesn’t say “Miss Leonie”. A very frustrating experience for me and the lovely santa who ordered the gift and now had to deal with the retour procedure.
I tryed to bypass that problem by changing the shipping address to the address of a close friend.
So you can imagine how wonderstruck I was when lately the postman rang at the dungeon door to hand over a book from my wishlist. The fan who bought it filled in the address by hand instead of using the deposed shipping address. It was pure luck that I was there. Usually I’m not at the dungeon that early. So there I stood with a great book facing the same old problem :D

But a solution came across me some days later.
I had often seen links to a site named Delivery Code at Twitter.
This time I took a closer look and was amazed: On Delivery Code I can add items from nearly every online shop in the world. The buyer picks from my list what he likes and sends the money to Delivery Code. They order it at the shop where it’s listed and send it directly to me.
The buyer doesn’t get my data and I don’t get in touch with his. This way you can stay anonymous if you like to and I can have things send directly to my home address without any fear that a mean post office woman would refuse to hand me the gift you generously chose for me :)
You can also send vouchers like you can on Amazon.

My new wishlist on Delivery Code
Here you can find everything from tea and books to corsets and latex ;)

If you still feel the urge to send me a surprise not listed there:
Please address it to “Leonie Meyer”.
The chances that this really reaches me are at least far better than something like “Miss Leonie HH” ;)

And for everyone who’s curious: This was the book I got ;)

Kein Kink für Nazis

Dies ist kein politischer Blog und soll auch keiner werden. Doch manche Dinge sind so schockierend und so dringend, dass sie gesagt werden müssen, da Schweigen ebenso ein Verbrechen sein kann, wie die Tat selbst. Es geschieht dieser Tage so vieles, das mich abstößt und zum Teil angstvoll in die Zukunft sehen lässt. Doch ich möchte keine derart düstre Zukunft. Ich verlange nicht viel. Lediglich einen Aufstand der Anständigen, ein lautes NEIN!

Eine braune Welle schwappt durch Deutschland.
“Ich bin kein Nazi, aber…” – doch! Der Nazi von heute trägt nicht Springerstiefel und Glatze. Er ist sozial angepasst und wohnt im Plattenbau oder im Vorort. Er verrät sich nicht durch Göring-Zitate, sondern zieht da lieber Höcke heran; ängstigt sich vor allerlei absurden Dingen und schiebt die Schuld gern Minderheiten zu und erwartet, dass sein Besorgtbürgertum ernst genommen wird, während er furchtbar stolz darauf ist, zufällig in einem bestimmten Teil der Welt geboren zu sein. Schon von Weitem zu erkennen ist er aber oftmal an einem spuckeintensiv gegröhlten “Lügenpresse!!!”. Seine eigenen Informationen bezieht er dabei natürlich vom Qualitätjournalismus auf Facebook oder aus der Zeitung mit den 4 großen Buchstaben und den vielen bunten Bildern.
Was früher nur hinter vorgehaltener Hand oder in unterschwelligen Botschaften gesagt wurde, ist heute gesellschaftsfähig und kocht täglich in offenen Hassbotschaften auf allen Plattformen hoch. Der Sprung vom Wort zur Tat ist längst gemacht. Häuser brennen und es werden mehr werden, wenn diese braune Saat weiter aufgehen darf.

Medienkritik ist wichtig.
Zu fragen, WIE wir als soziale, solidarische Gemeinschaft gewisse Dinge meistern sollen, ist legitim.
Mit sich zufrieden zu sein und gern in seinem Land zu leben, ist OK.
Andere zu diffamieren, Hass und Hetze zu verbreiten, Gewalt auszuüben oder auch nur zu befürworten, ist niemals legitim.

Ich möchte in einer Welt leben, in der Menschen nach ihren individuellen Taten beurteilt und behandelt werden, statt unter Vorurteilen zu leiden. Ich möchte offene Geister, Hilfsbereitschaft und gemeinsame Entwicklung statt verhärteter Fronten und Gewalt.
Ich mag ein Träumer sein, aber ich bin damit nicht allein. Nur gemeinsam den aktuellen Tendenzen die Stirn zu bieten, Courage zu zeigen oder auch einfach nur NEIN zu sagen, wenn der rechte Populismus nach Zustimmung fischt, kann uns alle vor einem Alptraum bewahren.

Ich möchte mich mit Träumern umgeben, nicht mit Schreckgespenstern.
Unanständiges tue ich nur mit anständigen Menschen. Wer lieber hassen möchte, tut das bitte allein (am liebsten gar nicht) und ist mir als Gast nicht willkommen.
Wer entsprechend menschenfeindliches Material in die sozialen Medien bläßt, wird von mir blockiert, denn wer anderen keine warme Decke gönnt, hat das Privileg auf warme Gedanken mit mir verwirkt.

Ja, dieser Beitrag hat auf unübliche Weise völlig die Grenzen meiner professionell-fetischistischen Präsenz gesprengt. Aber Flagge zeigen gegen Hass ist heute so wichtig wie lange nicht mehr, so dass ich nicht schweigen will. Seid mit mir laut – in den Sessions und auf der Straße! :)

Natursekt-News

Natursekt ist – wie alles was von mir kommt – etwas Wundervolles, Edles, ein Geschenk. Zwang gibt es in diesem Zusammenhang nicht. Zumindest nicht bei mir. Zum einen ist es mir in der Tat überhaupt kein Bedürfnis, dass mir jemand meine hübschen Satinpumps vollkotzt, weil das dann irgendwie doch mehr war als er verkraften konnte und zum anderen widerstrebt es mir völlig, jemandem etwas von mir “reinzwingen” oder “aufzwingen” zu müssen. Wer bin ich denn, dass ich das muss?
Ein schöner, ähnlich gelagerter Fall übrigens: “Und dann will ich dich lecken müssen”. Aha. Bei dem Wort “müssen” hat man(n) da ja schon verloren. Wenn man das DARF, ist das ein großes Geschenk, über das man sich unbändig freuen kann. MÜSSEN?! Wenn du nicht willst, dann lass es, da stehen 20 andere, die das nur zu gern übernehmen würden – wenn ich sie denn lasse… Wer also ein entsprechendes Zwangskopfkino in diesen Bereichen hat, behält es bitte für sich. Die Gedanken sind ja bekanntlich frei, aber für Worte muss man manchmal allzu bitter büßen…

Aber zurück zum Thema: Wie das mit Geschenken so ist; sie sind am schönsten, wenn man nicht damit rechnet.
Ich spiele schon immer sehr gern mit Natursekt, habe mit meinem eigenen (oder dem ausgewählter Kolleginnen) auch relativ wenig Berührungsängste, so dass das mengenmäßig gern mal in Richtung Orgie tendieren konnte *g*
Nun muss diese große Menge aber auch irgendwo herkommen und da stoßen wir auf den Kern dieses Blogeintrags: Ich habe einfach ein sehr, sehr großes Blasenvolumen. Neben dem sehr erfreulichen Effekt, dass das zu großen Spielmengen führt, bedeutet es für mich aber eine unglaubliche Vorbereitung. Im Klartext heißt das: Ich fange spätestens 3h vorher an, mir ca. 5 Liter Wasser oder Tee einzuverleiben, damit ich sicher sein kann, dass es in der Session dann auch läuft.

Ein so großer Wasserumsatz ist körperlich wahnsinnig anstrengend. Findet das ganze im Sommer und/oder auch noch in Latex statt, wird es nicht leichter.
Da ich nicht gern mit Zwängen spiele, will auch diesen Zwang nicht mehr. Ohne den Druck im Kopf und die körperliche Belastung gehe ich wesentlich entspannter in die Session und davon profitieren alle Beteiligten.

Natursekt wird von nun an also nicht mehr buchbar sein, sondern kann nur als Wunsch geäußert werden.

Natürlich werde ich es entsprechend im Hinterkopf behalten und nicht extra vor der Session noch mal pinkeln gehen und bei sehr langen Spielen ist die Wahrscheinlichkeit, dass es mit dem Sekt klappt natürlich ungleich höher und bei Übernachtungen garantiert. Für kurze Begegnungen aber darf man(n) sich von nun an überraschen lassen, ob das kommt oder nicht.
Wem es sehr, sehr wichtig ist, der kann für das Verabreichen von Natursekt natürlich gern eine meiner liebreizenden Kolleginnen hinzubuchen! :)

Von der Variante einfach einen Aufschlag für Natursekt zu nehmen, habe ich im Übrigen bewusst Abstand genommen, denn es geht nicht darum, an irgendetwas (mehr) zu verdienen, sondern darum, die Situation so entspannt und lustvoll wie möglich zu halten.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! ;)

Erster Besuch bei einer Domina: Wie läuft das eigentlich so ab?

[Update: Mittlerweile habe ich aufgrund der Schließung des Studio M.Z. Labyrinth in neue Räume umziehen müssen, so dass ein paar kleine räumliche Details nicht mehr stimmen. In der Grundsache hat sich am Ablauf aber nichts verändert! ;) ]

Gerade von Anfängern im BDSM- und Fetischbereich bekomme ich häufiger die Frage gestellt, wie das denn dann so abläuft, wenn man mich besucht. Grund genug, dazu heute mal ein paar Worte zu verlieren.

Fangen wir zunächst damit an, wie es NICHT abläuft:
Du kniest im Vorgespräch nicht und ich beginne das Spiel auch nicht schon an der Studiotür. Ein Vorgespräch ist ein Vorgespräch und keine Session.
Manch einer scheint die Erwartung zu haben (oder z.T. auch die Erfahrung gemacht zu haben), dass man nur 1-2 Stichworte liefern muss und dann weiß die Domina sofort was zu tun ist. Das ist nicht so. Weder kann ich in einer Kristallkugel all deine geheimen Wünsche lesen noch habe ich einen Katalog von Standartprogrammen, aus denen ich dann auswähle, weil jemand “Füße” oder “Latex” gesagt hat. Das wäre ja auch ganz furchtbar langweilig!


Wie läuft es also ab?

Ich erwarte, dass man zu vereinbarten Terminen pünktlich erscheint. Natürlich kann man mal im Stau stehen oder die Bahn hat mal wieder Verspätung. Alles kein Problem, solange man mir kurz Bescheid gibt. Niemand wartet gern, ohne zu wissen, warum. Im Extremfall kann es sogar sein, dass dein Termin dann einfach weg ist, wenn du bereits 15min zu spät bist und spontan ein anderer Gast vorbeikam und ich nichts von dir gehört habe. Und das wäre doch wirklich sehr schade.

Unser Studio hat eine Klingel. Bitte benutze sie. Manch einer übersieht sie und klopft und dann ist es Glückssache, ob das zufällig eine der Damen hört ;)
Tipp: Sie hängt am Durchgang vor der eigentlichen Studiotür.

Ich werde dich freundlich empfangen und dir etwas zu Trinken anbieten.
Nein, das musst du nicht bezahlen! Wir sind ja nicht im Puff! Ich war ganz entsetzt, als mir eines Tages ein Gast im Nachgespräch erzählte, dass er Anfangs das Getränk abgelehnt hatte, weil er Angst hatte, das Glas Wasser mit 20€ entgelten zu müssen.

Eventuell öffnet dir auch eine Kollegin die Tür.
Das ist kein Grund zur Panik ;) Du musst nicht zu der Dame, die dir öffnet. Sag ihr einfach, dass du einen Termin bei mir hast bzw. wenn du spontan vorbeischaust, sag ihr, dass du zu mir möchtest. Sie wird dich dann in einen Raum setzen, wo du kurz auf mich warten kannst.

Das Vorgespräch gibt uns beiden die Möglichkeit, einen ersten realen Eindruck voneinander zu bekommen.
Auch hier gibt es keine vorgedruckten Fragebögen. Ich lasse dich erstmal ganz frei erzählen, wonach du suchst und frage dann gezielt nach.
Wenn du sehr aufgeregt bist, mach dir gern einen Spickzettel; das hilft ungemein.
Neben deinen Vorlieben und Tabus werde ich auch nachfragen, ob Spuren OK sind (spurenfreie Spiele sind i.d.R. gar kein Problem!) und ob körperlich bei dir etwas zu beachten ist. Klassiker sind z.B. Herzschrittmacher, Diabetes, Epilepsie, Gelenkproblem, kürzliche Operation u.Ä.
Wenn du noch Fragen hast oder Wünsche äußern möchtest, ist das jetzt deine Chance! Wenn du spezielle Outfitwünsche hast, teile sie mir gern schon bei der Terminvereinbarung mit, da sonst vielleicht genau dieses Latexoutfit gerade in der Wäsche ist oder oder oder…

Am Ende des Vorgesprächs überreichst du mir mein Honorar.
Das kannst du gern in einen Umschlag stecken, aber wenn du es mir einfach so in die Hand gibst, ist das auch völlig OK.
Nachzählen werde ich es in jedem Falle, denn sollte versehentlich ein Schein zu viel drin sein, muss geklärt sein, was es sein soll: Trinkgeld? Längere Spielzeit? Maskenaufschlag?

Danach bringe ich dich ins Bad.
Dort findest du von Handtüchern über Duschgel bis hin zu Deo und Mundwasser alles, was das Herz begehrt. Du brauchst selbst nichts mitbringen.
Im Bad befindet sich eine Klingel, mit der du kundtun kannst, dass du fertig bist. Danach heißt es warten, denn du läufst niemals allein im Haus umher, sondern stets nur in weiblicher Begleitung.

Tja und das Warten im Bad… Bin ich gleich da? Hole ich dich auf Augenhöhe ab oder beginnt das Spiel schon, wenn sich die Badezimmertür öffnet? Nur eines ist klar: Nach dem Duschen gehörst du MIR!

Nach dem Spiel darfst du selbstverständlich langsam runterkommen, nochmal ins Bad und danach noch bei einem Glas Wasser/Cola mit mir über das Erlebte sprechen.
Wenn du aber gleich los willst/musst, ist das auch in Ordnung.
Viele Eindrücke müssen sich erstmal setzen und wenn du einige Stunden oder Tage später das Gefühl hast: “Jetzt würde ich gern noch was dazu sagen!” dann schreib mir einfach eine Mail.

Tja, das war es so im Großen und Ganzen. Achja, da ist sie ja noch, die große, große Frage: “Wie ist das denn eigentlich mit dem Orgasmus…?” *schmunzel* Dieser Frage werde ich mal einen eigenen Eintrag widmen ;)