Was ist Devotion? Oder: Gib dein Bestes!

Was ist Devotion? Das Knien vor der Herrin? Die Striemen auf dem Rücken? Der perfekt servierte Tee? Vielleicht ein bisschen von all dem und doch nichts davon. Devotion ist ein Mindset, eine ganz bestimmte Geisteshaltung. Eine Antwort so einfach und doch so kompliziert, hm?

Zugegeben, die Machtdynamiken im BDSM sind so komplex und so divers, dass sie kaum allgemeingültige Beschreibungen zulassen und sich kaum (be)greifen lassen, wenn man sie nicht selbst erlebt hat. Ähnlich meinem Beitrag „10 Moments of a Good Sub“ sind es ganz besondere Momente, die so glasklar werden lassen, worum es geht. Einen solchen Moment hatte ich kürzlich. Lasst mich dafür ein wenig weiter ausholen …

Domina mit Peitsche

Wir kennen uns seit etwas über 4 Jahren. Unsere erste Begegnung war ein im wahrsten Sinne des Wortes durchschlagendes Ereignis und gemeinsam sind wir seitdem auf so mancher Lust- und Emotionswelle geritten. Er trägt mein Halsband und er hat es sich redlich verdient. Wir verbrachten die Ostertage zusammen und von Spaziergängen im Sonnenschein bis hin zu Exzessen im Mondschein war so ziemlich alles dabei. Dazwischen auch etwas ganz besonderes: ein Foto-Shooting, das unser gemeinsames Spiel dokumentiert. (Eventuell werden Bilder davon online gehen, eventuell bleiben sie auch eine ganz intime Erinnerung – we will see … )

Ich wollte den Tag ausklingen lassen, wie ich es am liebsten tue, wenn ich viel auf den Beinen war: in einer großen Badewanne. Also bereitete er alles vor – von Kerzen bis zu Badekugeln hatte er an alles gedacht. Wie er da so stand, schaute ich ihn an und sagte frei heraus: „Himmel, du siehst so gut aus! Die letzten Wochen haben sich wirklich gelohnt …“

submissive man presenting presents to his Domina Miss Leonie

Doch, was war in den letzten Wochen geschehen? Er hatte ein eisernes Sport- und Ernährungsprogramm durchgezogen, das ihm einiges abverlangt hatte. Warum? Um die bestmögliche Form für unser Foto-Date zu erreichen. Eitelkeit? Sicherlich auch ein bisschen. Vor allem aber die feste Überzeugung, dass es seine Aufgabe sei, als perfektes Accessoire an meiner Seite aufzutreten, wenn er schon das Privileg genießt, sich an meiner Seite zeigen zu dürfen.

Und wie wir da so standen und ich mich an dem Anblick erfreute, proklamierte er mit ernster Stimme: „Ich finde, alles andere wäre unangemessen – völlig egal, ob man diesen Körpertyp nun besonders mag.“ Ich hob fragend die Augenbraue und er erklärte weiter: „Sich gehen lassen, das kann jeder. Das hier war harte Arbeit. Und nicht weniger hast du verdient. Ich finde, für eine Frau wie dich hat man sich gefälligst zu bemühen.“ und spontan ging mir mein dominantes Herz auf. DAS ist für mich Devotion: Diese Selbstverständlichkeit mit der er mich auf einen Sockel stellt und seine eigene Komfortzone verlässt, um mein Licht noch ein bisschen heller strahlen zu lassen.

Ja, ein Sixpack kann sehr hübsch sein und macht sich auf Fotos ausgesprochen gut. Aber das ist nicht das, was diesen Mann in diesem Moment so wahnsinnig attraktiv gemacht hat. Es ist seine bedingungslose Hingabe. Es ist sein Wille, der bestmögliche Sub für mich zu sein. Es ist seine Bereitschaft, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um mir ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Es ist der Stolz in seiner Stimme, wenn er sagt, dass er mir gehört – und die Dankbarkeit dafür. Es ist die Wertschätung, die er mit so vielen kleinen Gesten zeigt.

slave getting collared by Dominatrix Miss Leonie from Hamburg

Und hier schlagen wir den Bogen zu dem Nutzen, den du, lieber submissiver Leser, aus diesem Blog ziehen kannst: Devotion heißt sich bemühen – nicht nur auf Befehl, sondern vor allem ungefragt. Wie? Dafür gibt es tausend Wege. Finde den, der zu dir und deinen Fähigkeiten/Möglichkeiten passt:

  • Unterstütze deine Angebetete mit deiner Expertise – sei es als Handwerker, Künstler oder Akademiker.
  • Bring eine Aufmerksamkeit mit – aber nicht irgendeine, sondern ihre Lieblingsblumen, ihr Lieblingsparfum, ihre Lieblingsschokolade etc.
  • Mach Werbung für sie – Forenbeiträge oder das Teilen ihrer Inhalte kosten dich lediglich Zeit und sind auch vom anderen Ende der Welt aus möglich.
  • Hör zu und frag nach, was sie braucht/sich wünscht und überlege, wie du sie dabei aktiv unterstützen kannst.
  • Geh die Extra-Meile: Das Massage-Öl aus der Drogerie oder die Massage-Butter von Lush? Das Sushi vom Laden um die Ecke oder das Lieblingslokal am anderen Ende der Stadt? Keine schwierige Entscheidung.
  • Bring sie an tolle Orte: Egal, ob fremde Länder oder geniale Events – genießt zusammen die schönen Seiten dieser Welt.
  • Sessionfotos für Twitter und Co.: Schöne Erinnerungen, die auch anderen zeigen, dass eine Buchung eine gute Idee ist. Dein Gesicht ist dabei gar nicht wichtig.
  • Unterstütze ihre Projekte – Clip-Portale, OnlyFans, Outift und Location-Suche fürs nächste Foto-Shooting, die Einrichtung eines Domizils, … Gelegenheiten finden sich immer.
  • Trinkgeld funktioniert auch immer – insbesondere, wenn kreative oder zeitintensive Gesten dich (noch) überfordern.
  • Fan-Art: Es gibt so viele tolle Fetisch-Künstler ( – vielleicht bist du sogar selbst einer?). Überrasche sie mit einer individuellen Darstellung.
  • Berücksichtige ihre Vorlieben: Bart oder haarlos? Pink oder blau? Sessions am Morgen oder am Abend? Steak oder Vegan? Kaffee oder Tee? Lern sie kennen und komm ihren Wünschen zuvor, noch bevor sie sie ausspricht.

Mistress Leora hat es in einem Tweet sehr schön auf den Punkt gebracht:

Diese Liste lässt sich sicher noch fortsetzen und ich freue mich über Kommentare von dominanten wie devoten Lesern: In welchen Momenten und in welchen Gesten manifestiert sich für euch Devotion – sei es im konkreten Spiel oder im Alltag?

Willkommen in 2018: Miss Leonie 2.0

Huch, da war es doch glatt schon 2018 … Ich hoffe, ihr hattet alle eine schöne Weihnachtszeit und seid gut ins neue Jahr gekommen.

Dieses Jahr gab es von mir keine großen Jahresrückblicke oder Ähnliches – wenngleich ich im Kopf so manche Zeile verfasst hatte. Gefühlt hätte ich das selbe geschrieben, wie im letzten Jahr: Viel erlebt, tolle neue Menschen kennengelernt, lieb gewonnene Spielgefährten gehen lassen (aus wunderbaren Gründen, die mir das Herz wärmen, auch wenn ich sie gelegentlich vermisse). Aber 2017 war so ganz anders als all die Jahre davor. Die ganz besonderen Gäste, die mich durch dieses Jahr begleitet haben, wissen das nur zu gut und ich bin froh und dankbar, euch an meiner Seite gehabt zu haben – ihr wisst, wer ihr seid *lächel*

Im vergangenen Jahr habe ich mich aus der Hamburger Studiolandschaft zurückgezogen – eine Entscheidung, für die ich eine gehörige Portion Mut aufbringen musste, die ich aber keine Minute bereut habe. Ich habe mich anderen Projekten zugewandt und BDSM nimmt heute einen viel kleineren Teil meiner Zeit ein als in den Jahren zuvor. Ja, mitunter fehlt mir das und ich denke noch immer wehmütig an die tollen Jahre im Studio M.Z. Labyrinth zurück. Gleichzeitig bin ich sehr glücklich damit, wie sich die Dinge so entwickelt haben.

Dadurch, dass BDSM und Fetischismus nicht mehr mein Alltag sind, haben Sessions für mich eine neue Qualität (wieder)gewonnen. Ich freue mich unbändig auf jede einzelne Begegnung, weil ich noch stärker als früher auswähle, wem ich einen Termin gewähre. Die Stunden im Hotel oder die Nächte in Fetischappartments sind für mich so befriedigend und inspirierend, wie nie zuvor – weil ich mehr denn je eins mit mir und meinen Neigungen bin. Durch die Unabhängigkeit von einem Studio muss ich nur noch für mich stehen; nicht mehr für ein Haus oder für Kolleginnen. Ich muss mich nur noch nach mir richten und nach niemandem sonst. Das hat sich für mich als unglaublich befreiend erwiesen und mir ganz viel neue Spiellust verschafft. (Davon wird man hier sicherlich auch noch das eine oder andere lesen, sofern ich denn zum Schreiben komme.) Mich trägt eine neue Leichtigkeit durch meine Sessions, die für alle Beteiligten inspirierend ist und ich habe viel mehr Muse, Impulsen nachzugehen, die mich Neues erforschen oder Altgeliebtes vertiefen lassen (auch dazu sicher später mehr).

Wenn mir der Abstand vom Vollzeitjob als Domina eines gezeigt hat, dann: Es war und ist für mich nicht nur ein Job. Ich hatte lange Jahre ein ausgeprägtes Dienstleistungsverständnis. Doch heute bin ich keine Dienstleisterin mehr. Ich lebe, ich liebe, was ich tue. „I live and breathe this lifestyle“ wie die wunderbare Madame Caramel es formuliert hat. Dominanz ist ein so natürlicher Teil von mir, dass ich mit Leichtigkeit herrsche, führe, fordere – und dabei mit meinen Spielgefährten gemeinsam lache und genieße. Ich habe jede Form von falscher Bescheidenheit abgeworfen: Ich weiß, was ich kann. Ich weiß, wer ich bin. Ich nehme meinen Platz auf dem Thron ein, ohne zu fürchten, dass man mich fälschlicherweise für arrogant halten könnte. Und es sitzt sich verdammt gut hier oben! Nicht zuletzt, weil wunderbare Männer und Frauen zu meinen Füßen liegen, die mich mit Charme, Intelligenz und Hingabe begeistern.

Kurz gesagt: Ich freue mich auf ein fantastisches 2018 und die Menschen darin. Lasst uns reden, lachen, stöhnen, weinen. Ich bin sicher, es wird wundervoll!

 

Kinky Xmas 2017 [English Version]

By now it is so cold outside that I have to switch seamed stockings for opaque pantyhoses and most likely by next week I will have a dozen boxes of homemade cookies in my kitchen. That can only mean onw thing: Christmas is near!

It’s my first Christmas without a dungeon and that feels stange for many reasons: It was right before Christmas when I first got a taste of being a professional Dominatrix. Some years I spent the holidays at Studio M.Z. Labyrinth and every year I had a special offer during the Advent season. Oh, how well I remember the year when I transformed one of my slaves into a living christmas tree! 😀 Also: Every client – no matter how big or small his booking – got a little festive goodie bag. With some guys I even sat together for hot punch and fruit cake. I enjoyed all of this very much and not having it this year … it hurts a bit.

But: I am not the kind of woman who laments. I prefer looking for solutions. So I came up with something that allows us to enjoy a bit of kinky xmas fun nonetheless *chuckle*

I will pack a personal xmas surprise package for you – a real or virtual one. This is how it works:

1. You’ll surprise me with something from my wishlist – how bis or small is up to you.

2. You tell me via comment or email:

  • 3 shorthands with things you like – e.g. „feet, worn pantyhose, orgasm control“ or „latex, boots, ass worship“ or „cuckolding, chastity, nipple play“ or whatever it is tha makes you tick.
  • If you would like a real or digital xmas gift.
  • For a real package I will need your addresse, otherwise your email addresse will suffice.

3. You’ll enjoy the pleasant anticipation. Your gift can include:

  • used lingerie, stocking or socks
  • slave tasks
  • photos
  • videos
  • brainfuck stories
  • homemade/hand-picked sweets

While creating you xmas gift package I will keep in mind a) the 3 keywords you have given me and b) the gift you have picked for me – if possible and senseful this might even play a part in what I may create for you.

So if you would like to play this little xmas game with me: This offer stands until 31th December 2017. This way you have chance for a kinky gift even if your advent time is pretty stressful and you might just recognize on Christmas Eve that something special is missing to you.

Sexy Surprises at Midnight: Wominzer Masturbator

I just came home, opened my email inbox and… wow, someone really made my evening! <3
I wanted a Womanizer for a very long time and even if I have to wait a few days until it’s shipped I’m already pretty excited! 😉
I can’t wait to try it!
I’m feeling so perfectly spoiled right now <3
Why isn’t there midnight express delivery?! 😀 I want to try it NOW! 😀 😀 😀

Someone really earned a special reward today *g*

For those who don’t know what I’m talking about: It’s a high-end ladies sextoy!
—> www.womanizer.com

If you like to know what else makes me happy you can take a look here:
https://www.deliverycode.com/wishlist/8934

Goddess Worship – Bathtub & Maid

Ja, ich bin verrückt nach dekadenten Badeorgien! 😉
Dieses Mal habe ich mir die Gesellschaft einer süßen, vollbusigen Zofe gegönnt, die mich verwöhnt. Bemüh dich und dann darfst das nächste Mal vielleicht du im Kleidchen stecken, wenn ich ein Bad nehme…

Yes, I am obsessed with decadent bathing rituals! 😉
This time I treated myself with a lovely busty maid to treat me. If you are a good boy you could be in this dress the next time I take a bath…

Music: Prelude No. 23 by Chris Zabriskie

Oh my Goddess! – Worshipping

Oh my God? Oh my Goodness? Better – Oh my Goddess! 😉

Häufiger bekomme ich am Telefon die Frage gestellt, was denn unter Worshipping zu verstehen sei. Ich will hier mal ein bisschen für Erhellung sorgen:

Eine bekannte Marke für Damenrasierer ermuntert die Damenwelt immer wieder „Erwecke die Göttin in dir!“. Nun, ich muss sie nicht erwecken. Sie ist da. Und sie will mehr. Sie will DICH!
Ich bin mit Sicherheit nicht die abgehobene Fetischdiva, die gern mal über ihre eigenen Heels stolpert, weil sie die Nase zu weit oben trägt. Aber dennoch empfinde ich mich selbst als unglaublich begehrenswert und liebe es, dieses Gefühl mit jemandem teilen zu können. Das Glitzern in deinen Augen sehen zu können, zu sehen, wie sehr du mich willst und zu wissen: Es liegt allein bei mir, diesen Wunsch zu stillen – oder dich noch ein wenig zappeln zu lassen. Gleichzeitig kann Worshipping für mich auch völlig entspannte, genussvolle Hingabe sein. Wenn du detailbewusst jeden Millimeter meiner Fußsohlen mit den Lippen berührst oder atemlos meinen Po massierst; das sind die Augenblicke in denen ich den Kopf zurücklege, die Augen schließe und mich ganz dem Gefühl hingebe. Dem physischen Gefühl, das deine Berührung verursacht und dem Kopfkick zu wissen, dass ich gerade das Zentrum deines Universums bin.

Was kann man(n) alles worshippen? Nun, grundsätzlich wohl alles; vom großen Fußzeh bis zum Ohrläppchen 😉 Aber natürlich habe ich meine Präferzenzen: V.a. das Verwöhnen und Anbeten meines Hinterns und meine Füße macht mir Freude, was aber nicht heißt, dass es sich darauf beschränken würde. Auch eine sanfte Handmassage kann etwas sehr Sinnliches sein. Und man sgt mir nach, ich hätte sehr, sehr schöne Hände 😉